Entscheidungen

Bei den mit  eigenesache  gekennzeichneten Entscheidungen waren wir am Verfahren - für den Kläger oder für den Beklagten - beteiligt. Derzeit sind bei uns insgesamt 665 Entscheidungen im Volltext veröffentlicht (Stand: 23.09.15)

 

 

bghDer Bundesgerichtshof hat einen Forenbetreiber in die Haftung genommen, weil er seine Neutralität verletzt hat (BGH, Urt. v. 04.04.17, VI ZR 123/16). Anstatt eine Ärztebewertung einfach zu veröffentlichen, hat der Betreiber nach eigenem Gutdünken Änderungen vorgenommen.

lg hamburgWird Google über möglicherweise falsche Tatsachenbehauptungen informiert, die in einer Bewertung aufgestellt werden, muss der Plattformbetreiber binnen vier Tagen das »Stellungnahmeverfahren« einleiten, also mit dem Autor der Bewertung Kontakt aufnehmen. Das gilt jedenfalls dann, wenn der zu prüfende Sachverhalt überschaubar und die Beschwerde des Betroffenen hinreichend konkret gefasst ist (LG Hamburg, Urt. v. 24.03.17, 324 O 148/16). 

lg berlin littenstrasseEine Klage gegen die in Irland ansässige Facebook Ireland Ltd. kann nach Ansicht des Amtsgerichts Berlin Mitte dort auch ohne Übersetzung in die englische Sprache wirksam zugestellt werden. Aufgrund des Umfangs der geschäftlichen Tätigkeit in Deutschland ist davon auszugehen, dass im Unternehmen Mitarbeiter vorhanden sind, die sich um rechtliche Auseinandersetzungen mit den Kunden in Deutsch kümmern können (AG Berlin-Mitte, Urt. v. 08.03.17, 15 C 364/16)

lg duesseldorf

Berechnet der Vertragspartner in einer laufenden vertraglichen Beziehung zwischen Kaufleuten (Beförderungsvertrag) ohne Absprache ein zu hohes Entgelt und widerspricht der Betroffene den daraufhin erfolgenden monatlichen Abbuchungen über eine Dauer von neun Monaten nicht, kommt zwischen den Parteien ein Vertrag zu den neuen Konditionen zustande.

eigenesacheStreitwert: 30.489,94 € 

lg muenchen i

Das Landgericht München I hat der Jameda die Beweislast für die Richtgigkeit einer Zahnarzt-Bewertung auferlegt (LG München I, Urt. v. 03.03.17, 17 O 1870/15). Der Arzt war von einem angeblichen Patienten anonym mit der Schulnote 5 bewertet worden, weil er angeblich eine Kronenbehandlung mangelhaft durchgeführt hatte. Auf die Rüge des Arztes hin, er kenne den Patienten überhaupt nicht, legte Jameda nach Rücksprache mit dem Rezensenten eine nahezu vollständig geschwärzte E-Mail vor. Das reichte dem Landgericht München I als Beleg für den Behandlungskontakt nicht aus. Die Kollegen HÖCKER berichten davon, dass die Jameda die zunächst eingelegte Berufung gegen die Entscheidung zwischenzeitlich zurückgenommen hat.

 

Aus unserem Angebot

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Aus unserer Praxis

Sie interessieren sich dafür, bei welchen Entscheidungen wir am Verfahren beteiligt waren? Schauen Sie in unsere Entscheidungssammlung. Sie erkennen unsere Mitwirkung am Zeichen eigenesache im Leitsatz der Entscheidung.

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